Umzug in der Schwangerschaft

Montag, 03. Dez 2018

„Lass das mal den Papa machen…!“

Grundsätzlich kann hier direkt gesagt werden: nein! Frauen während einer Schwangerschaft sind schützenswert und genauso verhält es sich auch während des Umzuges. Kisten schleppen, Möbel rücken, auseinander- und wieder zusammenbauen sollte die Frau getrost den Herren der Schöpfung oder gar einem Umzugsunternehmen überlassen. Ob sich das schwere Heben unmittelbar auf das Baby oder eine mögliche Frühgeburt auswirken kann, konnte durch Studien bislang nicht direkt belegt werden. Ein Umzug bedeutet aber nicht nur erhöhten Kraftaufwand, sondern auch Stress – und dieser sollte in der Schwangerschaft tunlichst vermieden werden, da sich dieser negativ auf das Baby auswirken kann.

Es gibt sicherlich Dinge, die eine schwangere Frau bei einem Umzug vorbereiten oder bei denen sie mithelfen kann. Diese sollten jedoch möglichst im Bereich der Planung, anstatt in der Ausführung liegen. Auch vorbereitende Tätigkeiten, wie Wände streichen, sollten in der Schwangerschaft tabu sein. Die in den Wandfarben verarbeiteten Inhaltstoffe können ebenfalls schwerwiegende Folgen für Mutter und das ungeborene Kind nach sich ziehen – deshalb heißt es auch hier: Finger weg!

Wenn die werdende Mutter sich nicht benötigt fühlt

Es kommt häufig vor, dass sich Frauen vor, während und nach der eigentlichen Umzugsphase nutzlos vorkommen, da sie weder die neue und alte Wohnung auf Vordermann bringen, noch beim Umzug selbst helfen können, außer „gute Ratschläge“ zu verteilen. Hier ist es ratsam, im Vorfeld einen genauen Plan zu entwickeln, welche Möbel und Kartons in welche Zimmer gestellt oder aufgebaut werden müssen. Umzüge werden nämlich nicht nur mit den Armen durchgeführt, sondern müssen vorab gut geplant und gemanaged werden. Hier schlägt die Stunde der Schwangeren.

Wichtig ist jedoch nicht nur die Beachtung, dass dem Baby in der Schwangerschaft nichts passiert, sondern auch, dass der werdenden Mutter durch zu schweres Heben keine Folgeschäden entstehen. Die in der Schwangerschaft sowieso schon stark gedehnten Bänder und Sehnen können durch weitere Überbeanspruchung noch stärker ausgelastet werden, was zu einer Beckenbodenschwäche und einer damit einhergehenden Inkontinenz führen kann.

Es lässt sich also festhalten, dass die Verlegung des Wohnortes während der Schwangerschaft sowohl für die Schwangere selbst als auch für das Baby Stress bedeutet. Viele Tätigkeiten sollten nicht durch werdende Mütter ausgeführt werden. Die Planung des Umzuges als solches, sowie vorbereitenden und nachträgliche Arbeiten, wie Ummeldung der Wohnadresse, Fahrzeuge, Telefon, Strom- und Gas können getrost auch während einer Schwangerschaft geregelt werden. Es sollte jedoch darauf geachtet werden, dass anstrengende Tätigkeiten und langes Stehen vermieden werden. Denn nur eine gesunde und auf sich achtende Mutter kann auch ein gesundes, munteres Baby zur Welt bringen. Für den Umzug können Freunde und Verwandte mit eingespannt werden – auch Umzugsunternehmen sind hier eine sinnvolle Alternative, da hierdurch auch eine Stressreduzierung ermöglicht wird.

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